Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

von Edward Albee

 

   

 

 

Das Stück gilt als die brutalste Seelenentblößung der Bühnengeschichte: Edward Albees Klassiker von 1962, in dem sich vier Figuren in geradezu überirdischer Bosheit gegenseitig zerfleischen. "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" spielt im Universitätsmilieu der amerikanische Ostküste. Ein Kindervers, der nicht fröhlich klingt, so als würde sich ein Kind im Wald Mut zusprechen: "Wer hat Angst vorm bösen Wolf?" Die Erwachsenen machen daraus einen Partywitz, und weil sie gebildet sind und zynisch, ersetzen sie den Wolf durch eine literarische Figur: Virginia Woolf. Aber die Kinderangst ist geblieben.

 

      

 

Kritik der Rhein-Neckar-Zeitung vom 27. 11. 2012

Der Historiker George und seine Frau Martha kommen nachts um zwei von einer Party nach Hause, als Martha eingeladen hat: Der neue Biologiedozent Nick und seine Frau werden heute Nacht noch kurz vorbeischauen. Eine Aufeinanderfolge verletzender, perfider Spiele der Ehepartner beginnt: Martha stellt ihren Mann in Gegenwart der Gäste als kompletten Versager dar und flirtet nebenher mit dem jüngeren Nick. George kontert, indem er aufdeckt, dass Nick seine Frau allein aufgrund einer eingebildeten Schwangerschaft geheiratet hat. Psychische Folterungen der Ehepartner und alkoholische Exzesse folgen. Martha und George schlagen um sich, spielen mit der Angst des anderen, zeigen Hass, Abscheu und ihre tiefe Verbitterung. Edward Albee wurde mit seinem sozialkritischen Ehedrama über Nacht berühmt, als es 1962 zum ersten Mal in den USA als Theaterstück aufgeführt wurde. Es gehört inzwischen zu den Bühnen-Klassikern des 20. Jahrhunderts. Berühmt ist auch die erfolgreiche Verfilmung mit der Idealbesetzung Elizabeth Taylor und ihrem kongenialen Partner und Ehemann Richard Burton.

 

kurzer Mitschnitt 1

kurzer Mitschnitt 2

     

   

Martha

Uschi Barth

George

Michael Huber

Schätzchen

Iris Frey

Nick

Karsten Dolde

   

Textbearbeitung

Uschi Barth, Matthias Paul

Ton und Licht

Lothar Gärtner

Regieassistenz/Souffllage

Tanja Gehrig

Regie

Matthias Paul